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Branchen-Infos, Verbände

31.12.2013
SEPA-Übergangsfrist verlängert

Die EU-Kommission hat beschlossen, die Übergangsfrist für die Umstellung auf das SEPA-Verfahren (Single Euro Payments Area) bis zum 1. August 2014 zu verlängern (bisher vorgesehener Stichtag: 1. Februar 2014). Die Umstellung sei noch nicht weit genug gediehen, um eine „smooth transition“ zu gewährleisten, heißt es aus Brüssel. Das verschafft auch Vermietern und Verwaltern sechs Monate mehr Luft. Eine weitere Fristverlängerung aber werde es nicht geben, fügt die Kommission warnend hinzu.

 

Immobilienzeitung v. 9.1.2014

30.11.2013
Grunderwerbsteuer-Erhöhungen:

In Hessen haben sich die schwarz-grünen Koalitionäre am 17.12. auf eine weitere Erhöhung der Grunderwerbsteuer geeinigt. Nach der Erhöhung von 3,5 auf 5 % Anfang 2013 soll der Steuersatz 2015 um einen weiteren Prozentpunkt auf 6 % steigen. Schon zum 1.1.2014 drehen weitere vier Bundesländer an der Steuerschraube. Neuer Spitzenreiter ist dann Schleswig-Holstein mit 6,5 %. Im Überblick:

Bundesland Aktueller GrESt-Satz Erhöhung
Baden-Württemberg 5 % nein
Bayern 3,5 % nein
Berlin 5 % 6 % ab 1.1.2014
Brandenburg 5 % nein
Bremen 4,5 % 5 % ab 1.1.2014
Hamburg 4,5 % nein
Hessen 5 % 6 % ab 1.1.2015
Mecklenburg-Vorpom. 5 % nein
Niedersachsen 4,5 % 5 % ab 1.1.2014
Nordrhein-Westfalen 5 % nein
Rheinland-Pfalz 5 % nein
Saarland 5,5 % nein
Sachsen 3,5 % nein
Sachsen-Anhalt 5 % nein
Schleswig-Holstein 5 % 6,5 % ab 1.1.2014
Thürigen 5 % nein

 

30.09.2013
Bundesbank warnt vor Preisübertreibungen bei Wohnimmobilien:

Nach Berechnungen der Bundesbank könnte sich in einigen attraktiven deutschen Großstädten eine Immobilienpreisblase gebildet haben. In sieben Großstädten seien die Wohnungspreise mittlerweile um 15 bis 20 % übertrieben (Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart, Düsseldorf). Für weitere 93 Städte errechnen die Bundesbank-Ökonomen eine Überbewertung von mehr als 10 % und für den Durchschnitt des gesamten Wohnungsmarktes kommen sie auf eine Preisübertreibung von 7,5 %. Gerade in den Ballungsräumen sei es zu Preissteigerungen gekommen, „die sich fundamental nur noch schwer rechtfertigen lassen“. Mögliche Preiskorrekturen könnten für Immoblienkäufer zu empfindlichen Vermögensverlusten führen. Eine für die Gesamtwirtschaft gefährliche Entwicklung sei jedoch nicht zu erkennen. Von destabilisierenden Größenordnungen wie in Amerika oder Spanien seien die Preisbewegungen in Deutschland noch entfernt.

FAZ vom 22.10.2013

30.09.2013
Heizspiegel 2013:

Der Deutsche Mieterbund (DMB) und co2online haben am 1. Oktober den bundesweiten Heizspiegel 2013 veröffentlicht. Danach sind die Heizkosten im vergangenen Jahr um durchschnittlich 9 % gestiegen. Ursache waren erneut gestiegene Energiepreise und ein um rund 5 % gestiegener Heizenergieverbrauch durch die gegenüber 2011 kälteren Temperaturen. Heizöl ist um rund 9 % teurer geworden; die Preissteigerung bei Erdgas und Fernwärme betrug rund 5 %.

Für 2013 sei nochmals ein kräftiger Kostenanstieg zu erwarten. Gründe seien die gegenüber dem Vorjahreszeitraum um knapp 12 % niedrigeren Temperaturen im 1. Quartal 2013 und die weiter steigenden Energiepreise (z.B. 1,4 % bei Gas und 4,5 % bei Fernwärme im ersten Halbjahr 2013).

Pressemitteilung vom 1.10.2013, mieterbund.de

31.08.2013
AIFM-Auslegungsstreit blockiert Fondsvertrieb

Zwischen der Europäischen Wertpapieraufsicht Esma und der Kommission ist ein Streit um die Auslegung der AIFM-Richtlinie entbrannt (2011/61/EU; in Deutschland umgesetzt im Ende Juli in Kraft getretenen KAGB) . Es geht um die Frage, was ein offener Immobilienfonds ist. Laut Esma sind das diejenigen Fonds, bei denen Anleger wenigstens einmal im Jahr an ihr Geld kommen – während alle Fonds mit längerer Haltedauer geschlossen sind. Nach der strengeren Definition der Kommission ist ein Fonds hingegen nur geschlossen, wenn die Anleger ausschließlich bei der plangemäßen Abwicklung nach vielen Jahren an ihr Geld kommen.

Prominente Opfer dieser Kontroverse sind u.a. die als geschlossen deklarierten, nach der Kommissions-Auslegung aber offenen Fonds „Stadttor Düsseldorf“ und „Belair Brüssel“ der Hannover Leasing (HL). Beim geplanten Vertriebspartner Deutsche Bank tritt man mit Hinweis auf die derzeit fehlende Rechtssicherheit auf die Bremse. Die HL hingegen möchte eine Refinanzierung der Kaufpreise von zusammen rund 500 Mio. € vermeiden und weist schon einmal darauf hin, dass die Deutsche Bank nicht exklusive Vertragspartnerin sei.
Handelsblatt vom 23.9.2013

31.01.2013
10 % weniger Wohngeld-Empfänger

Am Jahresende 2011 haben rund 770.000 Haushalte in Deutschland Wohngeld bezogen. Im Vergleich zu 2010 bedeutet das einen Rückgang um 10 %. Das Statistische Bundesamt (Destatis) erklärt den Rückgang mit dem Wegfall der zum 1.1.2011 gestrichenen Heizkostenkomponente, der zu einer deutlichen Reduzierung der Zahl der Anspruchsberechtigten geführt habe. Bundesweit liegt die Empfängerquote bei noch 1,9 % (gegenüber 2,1 % in 2010). Die regionale Unterschiede sind beachtlich: In den neuen Ländern (ohne Berlin) wurde Wohngeld von 3,1 % aller Privathaushalte und damit fast doppelt so häufig in Anspruch genommen wie im früheren Bundesgebiet (1,7 %). Der durchschnittliche monatliche Wohngeldanspruch lag bei 114 € (112 € bei Haushalten mit Mietzuschuss; 142 € bei Haushalten mit Lastenzuschuss für Kapitaldienst und Bewirtschaftung selbst genutzten Wohneigentums).
Pressemitteilung 62/13 v. 19.2.2013, destatis.de

31.01.2013
Eigenheimzulage?

Die CSU will die zum 1.1.2006 abgeschaffte Eigenheimzulage revitalisieren. Zunächst einmal soll sie in das gemeinsame Wahlprogramm von CDU und CSU. Unterstützung für diesen Vorschlag kommt vom Bundesverband BFW und vom ZDB. Die Zulage wirke „wie ein kleines Konjunkturprogramm“ und könne unbürokratisch und kurzfristig mehr preiswerten Wohnraum generieren. Die Schwesterpartei CDU möchte zunächst einmal einen ausgeglichenen Haushalt.
Immobilienzeitung v. 8.,14./15.2.2013

31.01.2013
KfW-Modernisierung

Private Immobilieneigentümer haben 2012 rd. 170.00 Wohneinheiten mit Mitteln der KfW energetisch modernisiert. Das sind rd. 40 % mehr als im Vorjahr. Insgesamt sind in 2012 KfW-geförderte energetische Modernisierungsmaßnahmen an rd. 240.000 Wohneinheiten durchgeführt worden – 71 % davon durch private Eigentümer und 29 % durch Wohnungsunternehmen, Genossenschaften, Kommunen und Kirchen, vgl. Pressemitteilung v. 14.2.2013.
hausundgrund.de

31.01.2013
Risiko Winterbau!

Rund die Hälfte aller Neubauten sei von Schimmel betroffen, behauptet der Verband Privater Bauherren (VPB). Als Hauptursache dafür sieht der VPB den Wintzerbau. Das Hauptproblem auf Winterbaustellen sei die Feuchtigkeit, die beim Aufbringen von Estrich und beim Verputzen der Innenwände entsteht. Wegen der fehlenden Heizung und der teuren Bauheizung werde diese Feuchtigkeit häufig nicht konsequent entfernt.
vpb.de

31.12.2012
Bund zahlt auch 2014 für die Wohnraumförderung

Die Bundesregierung hat beschlossen, den Ländern auch 2014 wieder 518 Mio. an Kompensationsmitteln für die Wohnraumförderung zu überweisen. Im Zuge der Übertragung der sozialen Wohnraumförderung auf die Länder im Jahre 2007 wurde diese Kompensationszahlung bis Ende 2013 festgelegt; was darüber hinaus bis 2009 fließt, muss verhandelt werden, vgl. Immobilienzeitung v. 19.12.2012.